Redis auf Managed-Server installieren und konfigurieren

In diesem Artikel beschreiben wir, wie Sie Redis auf Ihrem Managed-Server installieren und konfigurieren können. Die Installation erfolgt in unserer Produktverwaltung vollautomatisch auf Knopfdruck.

Es entstehen keine zusätzlichen Kosten durch die Aktivierung von Redis!

Redis installieren

Zuerst müssen Sie über die Produktverwaltung das Erweiterungsmenü öffnen. Dort können Sie anschließend die Redis-Erweiterung aktivieren. Der Aktivierungsprozess dauert nur wenige Minuten. Dabei wird Redis auf Ihrem Managed-Server installiert.

Redis konfigurieren

Nachdem Redis auf Ihrem Server installiert wurde, können Sie den Dienst über die Produktverwaltung konfigurieren.

Dabei stehen Ihnen verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung. Nachfolgend gehend wir auf die einzelnen Optionen ein.

Maximaler Arbeitsspeicher

Dabei handelt es sich um den Arbeitsspeicher (RAM) Ihres Managed-Servers, der für Redis verwendet werden kann. Je mehr Sie hier auswählen, desto mehr Inhalte können im Redis-Cache zwischengespeichert werden. Sie sollten allerdings auch nur so viel Arbeitsspeicher auswählen, wie Sie auf Ihrem Server entbehren können, da ansonsten andere Dienste beeinträchtigt werden könnten.

Tipp: Wir empfehlen, dass Sie die Instanz nicht durchgehend am Arbeitsspeicher-Limit laufen lassen, da dadurch die Performance Vorteile von Redis wieder aufgehoben werden. Es sollte immer ein gewisser Puffer konfiguriert werden.

Maxmemory-Policy

Hier können Sie einstellen, wie mit Keys in Ihrer Redis-Datenbank umgegangen werden soll, wenn der maximale Arbeitsspeicher der Redis-Instanz voll belegt ist. Die Standardeinstellung bei uns ist volatile-lru. Damit wird sichergestellt, dass nur die Keys gelöscht werden, welche sowieso irgendwann aufgrund ihrer TTL abgelaufen wären. 

noeviction 

Mit der Einstellung noeviction werden keine Keys bereinigt. Sobald der zugewiesene Arbeitsspeicher voll ist, gibt Redis einen Fehler aus. Diese Einstellung sollten Sie nur verwenden, wenn Ihre Anwendung die Bereinigung selber durchführt.

allkeys-lru

Über einen Algorithmus werden mehrere Keys zufällig ausgewählt. Davon wird dann der am längsten nicht verwendete Key gelöscht.

volatile-lru (empfohlen)

Es werden mehrere als flüchtig markierte Keys zufällig ausgewählt.  Auch hier wird dann der am längsten nicht verwendete Key gelöscht.

allkeys-random

Mit dieser Strategie wird ein völlig zufällig ausgewählter Key gelöscht.

volatile-random

Ein zufälliger als flüchtig markierter Key wird entfernt.

volatile-ttl

Es werden mehrere als flüchtig markierte Keys zufällig ausgewählt. Von diesen wird derjenige gelöscht, der die niedrigste TTL (Time to live) hat.

TCP-Keepalive

Mit der Einstellung tcp-keepalive können Sie festlegen, nach welchem Zeitraum die Redis-Instanz prüfen soll, ob eine Klientverbindung noch aktiv ist. Wenn der Klient den TCP-ACK Request nicht beantwortet, wird die Verbindung geschlossen. 

RDB Konfiguration

Da Redis die Daten im flüchtigen Arbeitsspeicher ablegt, werden diese bei einem Neustart der Redis-Instanz oder des Servers gelöscht. Damit es zu keinem Datenverlust kommt, bietet Redis verschiedene Optionen zur Persistenz an. Mit RDB wird in gewissen Zeitabständen ein Snapshot des aktuellen Zustandes erstellt, welcher beim Neustart eingelesen werden kann. Ein solches Snapshot ist vollständig portierbar und kann somit auch in einer anderen Redis-Instanz verwendet werden.

Die voreingestellte Standardkonfiguration für RDB lautet: 900 1 300 10 60 10000

Mit dieser Einstellung teilen Sie Redis mit, wann die Datensätze gesichert werden sollen. Die Standardeinstellung bedeutet übersetzt: Speichere nach 900 Sekunden, wenn min. ein Key geändert wurde; Speichere nach 300 Sekunden, wenn min. 10 Keys geändert wurden; Speichere nach 60 Sekunden, wenn min. 10000 Keys geändert wurden.

AOF (append only)

Die zweite Option zur Persistenz von Daten ist AOF. Dabei werden alle Daten in ein Journal geschrieben, um diese schnell wiederherstellen zu können. Dadurch erreicht man eine sehr hohe Datensicherheit, da immer alle Daten gesichert werden. Der Nachteil von AOF ist, dass es eine hohe I/O-Last auf Ihrem Server erzeugen kann. AOF sollte daher nur aktiviert werden, wenn die zwischengespeicherten Daten so kritisch sind, dass ein Verlust von wenigen Daten bereits problematisch wäre. 

Backup

Über den Tab "Backups" können Sie tägliche Sicherungen der Redis-Datenbank konfigurieren. Außerdem können Sie die Aufbewahrungszeit der Sicherungen einstellen. Standardmäßig werden keine Sicherungen der Datenbank erstellt.

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